Wozu braucht man eigentlich ein Gehirn?

Zum Nachdenken und Schmunzeln - und mit Hirn!

Hirn

Heute mal etwas zum Nachdenken und Schmunzeln, aber mit – wie so häufig im Leben – einer gehörigen Portion Wahrheit.

Manchmal fragt man sich, ob es den gesunden Menschenverstand noch gibt? Dem ein oder anderen scheint er abhanden gekommen zu sein. Das fällt auch schon Kindern auf. Zum Thema Gehirn in der 4. Klasse der Grundschule wurde folgender Aufsatz abgegeben:

»Mit dem Gehirn denkt man, dass man denkt. Außerdem wird es für die Kopfschmerzen gebraucht. Es sitzt im Kopf direkt hinter der Nase. Wenn man nießt, tropft es. Das Gehirn ist ein sehr empfindliches Organ. Die meisten Leute benutzen es deshalb nur ganz selten!«

 

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Anatomisch nicht ganz korrekt, aber das mit dem Benutzen hat diese Schülerin schon ganz richtig erkannt. Dazu später mehr.

Unser Gehirn ist ein beeindruckendes Organ. Mit einem Anteil von nur 2% am Körpergewicht benötigt es 20% der Gesamtenergie pro Tag, damit es rund um die Uhr aktiv sein kann. Und das ist überlebenswichtig! Denn unser Gehirn steuert Kreislauf, Atmung, Schlaf, produziert Hormone und ist an Lern- und Denkprozessen beteiligt. Ohne unser Gehirn kann Wahrnehmung wie Sehen, Riechen, Hören oder Fühlen nicht stattfinden. Dafür benötigt das Gehirn ausreichend Sauerstoff und gesunde Nährstoffe. Bewegung fördert die Durchblutung und somit die Versorgung mit Sauerstoff und Gesundheit unseres Gehirns.

 

Der Kopf braucht Bewegung!

Bewegung bekommen oder »gönnen« wir uns leider immer weniger. Das betrifft auch schon unsere Kinder. Wie wichtig Bewegung für die gesamte Entwicklung – also ab dem Zeitpunkt der Zeugung – und unsere Gesundheit ist, soll ein Beispiel aus dem Tierreich zeigen. Die Seescheide oder auch Manteltier genannt.

Die Seescheide hat in bestimmten Entwicklungsstadien gleiche Organe wie wir Menschen, eine stabförmige Stütze im Rücken (Wirbelsäule) und ein Gehirn. Diese Merkmale sind bei den Seescheiden aber nur in den ersten Lebenswochen vorhanden. Die Gehirnanlage verschwindet beim erwachsenen Tier nahezu komplett. Woran liegt das? Der Youngster unter den Seescheiden treibt im Meer umher und filtert Plankton aus dem Wasser. Um Hindernissen auszuweichen und Feinde zu erkennen, benötigt er Sinnesorgane und ein Gehirn. Sobald er aber ein lauschiges Plätzchen zum Niederlassen findet, wird er zum Couch-Potato. Er denkt sich »Super, hier gefällt es mir, hier bleibe ich.« Er setzt sich und – aufgepasst – beginnt, sich zu verändern! Seine Gestalt wird zu einem rohrähnlichen Gebilde und sein Gehirn wird weitgehend abgebaut. Ohne Bewegung braucht man eben kein Gehirn oder umgekehrt gedacht, ein gesundes Gehirn braucht Bewegung!

Seescheiden

Ein bisschen wie wir Menschen?

Biologie-seite.de und taucher.net schreiben darüber hinaus Folgendes, was man auch bei dem ein oder anderen Homo Sapiens wiedererkennen kann. Und was wir schwerlich leugnen können. Aber vielleicht spielt uns unser Gehirn hier auch nur einen Streich, sodass wir es größtenteils unkommentiert lassen wollen. Und den Interpretationen einfach freien Lauf lassen.

»Die Möglichkeit, über eine sensorisch gut ausgestattete Schwimmlarve selektiv zu siedeln, sich bei günstigen Verhältnissen vegetativ sehr rasch auszubreiten und außerdem sexuell zu reproduzieren, macht die Seescheiden erfolgreich gegenüber anderen Lebewesen. So sind Massenentwicklungen … bekannt, die Individuendichten von 1500 bis 5000 pro m² erreichen. … Manche Seescheiden leben einzeln und ähneln dann einer Blumenvase. Andere haben sich für eine Art Wohngemeinschaft entschieden und teilen so manches. Sind aber dennoch als Individuen erkennbar. Und dann gibt es noch die Synascidien! Sie haben sich innig miteinander vereint und teilen Gefäßsystem, Ein- und Ausströmöffnung und vieles mehr. Sie wirken und agieren wie ein gemeinsamer Organismus, die Ähnlichkeit nimmt mit zunehmender Vereinigung zu.«

Es gibt ein Leben ohne Bewegung!

Was aber können wir aus dem Tierreich bzw. den Seescheiden lernen?
Es gibt ein Leben ohne Bewegung, am besten in Gemeinschaft, dann aber ohne oder mit sehr rudimentärem Gehirn. Jugendlichkeit, Bewegung und Fortpflanzung funktionieren nur mit einem »wachen« Gehirn. Welche Lebensform am Ende die beste ist, muss jeder selbst entscheiden. Wir bevorzugen Bewegung und Gehirn und wünschen uns dieses auch für möglichst viele Kinder! Ein gesundes soziales Netzwerk, auf das man sich verlassen kann, finden wir ebenfalls sinnvoll. Aber nur, wenn dabei das Individuum nicht auf der Strecke bleibt!

 

In diesem Sinne: startet gut und gemeinsam in die Ferien. Und bleibt aktiv!

Ihr und Euer Team vom Schlaukopf-Institut

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