Coaching für Kinder

Sensomotorik
Sensomotorik
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Kennen Sie das?

  • Ihr Kind kneift beim Lesen die Augen zusammen, reibt sich die Augen, wird schnell müde und ist unkonzentriert?
  • Es verrutscht beim Lesen zwischen den Zeilen und lässt Wörter oder Silben aus?
  • Das Lesen ist sehr mühsam und ihr Kind weiß nicht, was es gelesen hat?
  • Es kennt alle Buchstaben, ist aber nicht in der Lage sie zu Silben und Wörtern zu verbinden?
  • Beim Schreiben hält ihr Kind den Stift sehr verkrampft?
  • Man kann die Handschrift kaum entziffern?
  • Ihr Kind schreibt sehr langsam von der Tafel ab?
  • Es kann Linien beim Schreiben nicht einhalten oder fängt jede Zeile an einer anderen Stelle an?
  • Die Abstände zwischen den Wörtern werden nicht eingehalten?
  • Es verwechselt Silben und Wörter, die ähnlich klingen?
  • Es verdreht die Reihenfolge der Buchstaben beim Lesen oder Schreiben? (b/d, p/q, 25/52)
  • Knöpfe schließen und Schleife binden ist schwierig?
  • Es stößt häufig an Gegenstände oder schmeißt Dinge um?
  • Es hat Schwierigkeiten sich zu orientieren, die Uhr zu lesen oder Zeitangaben einzuordnen?
  • Ihr Kind lässt sich schnell durch Geräusche ablenken und macht einen unkonzentrierten, verträumten oder abwesenden Eindruck?
  • Es kann auf dem Stuhl nicht still sitzen und verändert ständig die Sitzposition?
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SIE HABEN IHR KIND AN DER EIN ODER ANDEREN STELLE WIEDERERKANNT?

Die gute Nachricht: Das sind körperliche Symptome, gegen die man etwas tun kann. Wichtig ist herauszufinden, warum das so ist.

Jedes Kind kommt neugierig auf die Welt. Hat ihr Kind wirklich kein Interesse am Schreiben und möchte es nicht lesen können? Oder kann ihr Kind aufgrund einer Unreife in der Entwicklung bestimmte Dinge nicht tun?

In unserer Testung werden daher die fünf Bereiche betrachtet, die für die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen besonders wichtig sind:

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Das Gleichgewicht

Wo ist oben? Wo bewege ich mich hin? Das Gleichgewichtsorgan sitzt tief in unserm Innenohr und steuert uns wie ein dreidimensionaler Navigator. Es lässt uns trotzt Schwerkraft aufrecht stehen und gehen und sendet permanent Signale an Muskeln und Gelenke mit dem Auftrag „Haltung bewahren“. Vor allem die Bewegung des Kopfes und auch der Augen hängen eng mit dem Gleichgewicht zusammen. Funktioniert das Gleichgewichtsorgan nicht, kommt das einer Karussellfahrt gleich. Die Orientierung und Richtungswahrnehmung fällt schwer und es muss ständig nach-navigiert werden: 

Zusätzliche Bewegungen von anderen Körperregionen, von der Zunge bis zum dicken Zeh.

Zur Stabilisierung der aufrechten Sitzhaltung werden die Füße um die Stuhlbeine geklemmt, um die nötige Muskelspannung aufzubauen.

Das kostet Energie!

Die Augen

Sehe ich klar? Kann ich Objekte voneinander abgrenzen? Kann ich ein Objekt lückenlos verfolgen und es dabei IMMER klar sehen? Wie gut nehme ich Dinge wahr, die ich nicht fokussiere? Unsere Augen sind das dominanteste sensorische System und liefern uns 70 bis 90% aller Informationen! Warum kümmern wir uns dann so wenig um sie? Statt sie wie unsere Muskeln regelmäßig zu trainieren, setzen wir Ihnen Käfige (Brillen) auf, um das Sichtfeld zu begrenzen und das fehlende Training zu kompensieren. Dabei machen die Augen VIEL mehr, als nur eine klare Sicht: 

Ein eingeschränktes Zusammenspiel beider Augen kann zu Doppelbildern, verschwommener Sicht oder auch zu Kopfschmerzen und (Kopf-)Fehlhaltungen führen.

Die zeitweise Unterdrückung eines Auges (blinde Flecken) führt zu eingeschränkten Lese- und Schreibleistungen und häufig auch zu Ängsten und Unsicherheiten in Sport (vor allem Ballspiele) und Alltag.

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Die Körperwahrnehmung

Wie und wo steht mein Körper im Raum? Was ist groß und klein, warm und kalt und wo bitte ist rechts und links? Körperwahrnehmung, auch Propriozeption genannt, passiert in unserem Gehirn und mit jeder Bewegung entsteht eine detailliertere 3D Karte von unserem Körper. Körperstellen, die wir nie benutzen oder bewegen, können somit auch nicht abgebildet werden und sind für unser Gehirn „gefährlich“. Andererseits haben schon kleinste Veränderungen wie beispielsweise eine Verletzung, Auswirkungen auf die ganze Karte! 

Beim Baby kann das Auslassen der Krabbelphase beispielsweise zu Schwierigkeiten der Seitenzuordnung führen. 

Eine unausgeglichene Körperwahrnehmung kann zu außergewöhnlichen Reaktionen wie Gefühlsausbrüchen, Schlagen, Schupsen, Ignoranz, völliger Teilnahmslosigkeit oder Träumen führen.

Die Hand-Auge-Koordination

Kann ich Dinge gezielt greifen oder fangen? Können meine Augen meine Handbewegungen zielgenau steuern? Was auch unter dem Begriff Visuomotorik bekannt ist, hängt eng mit der Körperwahrnehmung und dem guten Zusammenspiel unserer Augen zusammen. Sind hier in beiden Systemen Unreifen vorhanden, steht das Team Auge-Hand auf sehr wackeligen „Beinen“!

Trinkgläser und Gegenstände werden häufig umgeschmissen
Ballspielen wird vermieden und macht keinen Spaß
Steck- und Puzzle-Spiele machen keinen Spaß

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Die Integration

Die Integration: Bewegen wir uns auf Trampelpfaden oder Autobahnen? Auch wenn alle bisher genannten System gut arbeiten, müssen die Informationen auch gut verarbeitet und weitergeleitet werden. Je häufiger wir etwas üben desto größere und genauere Bahnen entstehen für diese Tätigkeiten. Wenn wir nur einmal über die Wiese laufen, stellt sich das Gras schnell wieder auf, gehen wir die Strecke aber täglich, entsteht schon sehr bald eine sichtbare Spur!

Manche körperlichen Symptome, die sich heute zeigen sind auf Unreifen und/oder fehlende Bewegungserfahrungen im natürlichen Entwicklungsprozess des Kindes während der Schwangerschaft oder frühen Kindheit zurückzuführen.Diese können das visuelle System, das Gleichgewichtssystem oder die Körperwahrnehmung und infolge dessen die Motorik betreffen.

Alle Kompensationen/Reaktionen, die die Kinder unbewusst ausführen, um den Alltag zu bewältigen und erwartete Leistung überhaupt erbringen zu können, bedeuten für den Körper eine enorme Kraftanstrengung. Die Kompensationen zu kontrollieren kostet Energie und Aufmerksamkeit, die an anderer Stelle, zum Beispiel beim Lesen, Schreiben und Lernen fehlt.

Mit einem individuellen Training können diese Unreifen und die daraus resultierenden Kompensationsmuster altersunabhängig verbessert werden. Dabei ist uns die Verbindung von Sensorik und Motorik als Grundlage für jegliches Lernen besonders wichtig. Systemisch betrachten heißt für uns, wir suchen nach den Ursachen von Lernschwierigkeiten und beschränken uns nicht auf die Symptome. Bei der Ursachensuche betrachten wir sowohl das komplexe System Mensch mit allen seinen Wahrnehmungs- und Verarbeitungssystemen, als auch die vielfältigen Beziehungssysteme, die auf das Kind einwirken. Dabei kümmern wir uns insbesondere um Schulkinder, die aufgrund von motorischen und sensorischen Auffälligkeiten, Schwierigkeiten beim Lernen haben.

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